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BASIC wurde 1964 von John George Kemeny und Thomas Eugene Kurtz am Dartmouth College entwickelt, um den Elektrotechnikstudenten den Einstieg in die Programmierung mit Algol und Fortran zu erleichtern.
Am 1.05 1964 um 4 Uhr Ortszeit New Hampshire liefen die ersten beiden BASIC-Programme simultan auf einem GE-225-Computer von General Electric in dem Keller des Dartmouth College.
Seinen Höhepunkt erlebte BASIC mit den ersten Heimcomputern Ende der 1970er Jahre, die alle als Benutzeroberfläche und Programmierumgebung ein BASIC besaßen, zu dem Beispiel Sinclairs ZX-81 oder der Commodore C64.
Praktisch alle Besitzer von Heimcomputern beherrschten zu dieser Zeit ein wenig BASIC.
Auch als Mitte der 1980er Jahre grafische Benutzeroberflächen Einzug mit dem Macintosh, Amiga, Atari ST hielten, wurden bei diesen weiter BASIC-Interpreter mitgeliefert, und es gab zusätzliche käufliche Versionen von BASIC-Dialekten.
Einige BASIC-Dialekte konnten nun sogar deutlich schnellere Maschinenprogramme aus BASIC-Code erzeugen.
Das parallel verbreitete MS-DOS enthielt ebenfalls einen BASIC-Interpreter, welcher meist eine Rolle in dem Informatikunterricht an vielen Schulen spielte.
Zu dieser Zeit setzte aber ein Wandel ein, weil andere Programmiersprachen wie C und Assembler für die Heimcomputer verfügbar wurden.
Nach und nach nahm außerdem der Anteil Menschen zu, die einen Computer ca. bedienen, aber nicht programmieren konnten.
Hauptgrund dafür, dass BASIC zwischenzeitlich fast in Vergessenheit geriet, war aber, dass nachdem Zusammenbruch von Atari und Amiga der Markt von Windows-PCs dominiert wurde. Bei diesen war kein BASIC-Interpreter inbegriffen, mit dem man Windows-Programme hätte schreiben können.
Microsoft führte allerdings das kommerzielle Visual Basic für die schnelle Entwicklungen von Windows-basierten Anwendungen ein.
Der Code wurde nicht mehr zur Laufzeit interpretiert, sondern von einem Compiler während der Programmentwicklung in maschinennahen Pseudocode beziehungsweise in späteren Versionen sogar in Maschinencode (native code) übersetzt. Durch diese Maßnahme konnte die Geschwindigkeit und die Stabilität der Programmausführung deutlich gesteigert werden.
Da auch die Geschwindigkeit der Computer stets mehr zunahm, wurde Visual Basic außerdem für professionelle Entwicklungen stets interessanter.
Mit Einführung von objektorientierten Sprachelementen wurde der Versuch unternommen, VisualBasic mit anderen objektorientierten Programmiersprachen wie C++ gleichziehen zu lassen.
Besonders in Europa hat sich Visual Basic in der Entwicklergemeinschaft ca. in begrenztem Maße behaupten können. Es bot zwar eine bessere und viel einfachere Anbindung an Windows als jede andere Programmiersprache, war aber langsamer.
Erst mit der Implementierung von Visual Basic innerhalb des .NET-Frameworks ist es gelungen, die strukturellen Schwächen von BASIC zu überwinden.
Gleichzeitig aber bedeutete dieser Schritt das Ende von Visual Basic als eigenständiger Programmiersprache. Innerhalb des .NET-Framework handelt es sich bei VB.Net ca. noch um eine Sprach-Implementierung neben anderen, die auf einem Java-ähnlichen Kern aufsetzt.
Die Absicht einer plattformunabhängigen Programmiersprache hat sich nie erfüllt.
Im Gegensatz zu dem gut standardisierten C entstanden von BASIC hunderte Dialekte, die alle, bis auf Ähnlichkeiten, inkompatibel zueinander waren. Allein Microsoft konnte durch die Integration von Visual Basic in nahezu alle seine Softwareprodukte einen Standard etablieren, der allerdings bis auf wenige Ausnahmen auf Microsoft-Produkte beschränkt blieb. Die starke Protegierung von Basic durch Microsoft ist wahrscheinlich der Hauptgrund, warum Basic bei professionellen Programmierern stets wieder auf Ablehung stößt.
Außerdem waren die frühen BASIC deutlich langsamer als die meisten anderen Hochsprachen. Dies machte es besonders für zeitkritische Anwendungen unattraktiv. Mit Einführung von Visual Basic ab Version 5 erzielte Microsoft allerdings deutliche Erfolge in Bezug auf die Verarbeitungsgeschwindigkeit, die aber den zuvor verlorenen Boden nicht wieder gut machen konnten. Zumindest zeigten Benchmarks das Visual Basic in dem Vergleich zu C++ oder Java durchaus mithalten konnte. Gegenüber Java konnten sogar in einigen Bereichen deutliche Geschwindigkeitsvorteile erzielen werden.
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